Beschreibung eines Massen- und Individual-Verkehrssystem, das die Vorteile beider Transportmittel vereint, ohne deren Nachteile zu übernehmen.
Massenverkehr |
Individualverkehr |
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| Vorteile | Nachteile | Vorteile | Nachteile |
| kostengünstig | langsam | schnell | teuer |
| umweltschonend | unbequem | keine Fahrpläne | umweltbelastend |
| geringe Unfallgefahr | starre Fahrpläne | bequem | schwere Fahrzeuge |
| geringer Energieverbrauch | umständlicher Gütertransport | leichter Gütertransport | zu schnelle Fahrzeuge |
| Hohe Transportleistung | umständliche Zahlungsweise | einfache Zahlungsweise | unverantwortlich hohe Unfallgefahr |
MASIN nutzt und verbindet bereits bekannte und auch neue Verkehrsmethoden zu einem neuen Verkehrssystem, das aus folgenden Komponenten besteht:
| Fahrzeuge: | Leichtbau auf stabilem Rahmen. Für 2 bis 4 Personen oder 1 bis 2 Personen mit Transportraum. Maße ca. 260 - 270 cm lang, ca. 200 cm breit, ca. 200 cm hoch. Anhänger mit ähnlichen Abmessungen für den Gütertransport. Antrieb mit Elektro- oder Brennstoffzellen-Motor. Senkrechtes Teleskoprohr mit Stromabnehmer für die Stromversorgung |
| Fahrwege: | Auf vorhandenen Straßen für kurze Strecken. Auf eigenen Fahrspuren oder Hochtrassen über vorhandenen Strassen für regionale Strecken. Transportsteuerung über Zentral- und Bordrechner. Betrieb mit Solarstrom-Unterstützung. In Doppelstockzügen für Fernstrecken. |
Mit diesem Konzept werden nachstehende Ziele erreicht:
- Kostengünstig
durch kleine und leichte Fahrzeuge, die dem tatsächlichen Bedarf an Leistung, Kapazität und Fahrgeschwindigkeit angepasst sind.
- Umweltschonend
durch geringen Energieverbrauch, Solarstromnutzung und flüssigen Verkehrsablauf, sowie Bahntransport für größere Entfernungen.
- Geringe Unfallgefahr
durch niedrige Spitzengeschwindigkeit, gleichmäßigen Verkehrsfluss, sichere Fahrzeuge mit Rundumschutz und automatischem Auffahrschutz.
- Schnell
durch zentrale Steuerung und der kombinierten Nutzung der vorhanden Straßen, eigenen Fahrspuren bzw. Hochtrassen oder Doppelstockzügen.
- Bequem
durch komfortabel eingerichtete und einfach zu bedienende Fahrzeuge mit automatischer Schaltung, einfache Klimaanlage, Radio und evtl. Telefon.
- Keine Fahrpläne
durch ständigen Zugang zu den Fahrtrassen und Bahntransport in einem feststehenden Zeittakt.
- Leichter Gütertransport
durch variablen Laderaum im Fahrzeug und bequemen Transport über eine Heck-Laderampe, auch für Kinderwagen und Rollstühle. Zusätzliche Transporte mit Anhängern.
- Einfache Zahlweise
durch Automaten in den Fahrzeugen, die mit der persönlichen Paycart bedient werden und die Trassenbenutzungskosten abbuchen.
- Verringerung der Umweltbelastung
durch die Nutzung von Solarstrom für die Antriebs-Erzeugung und Steuerungen, sowie durch geringeren Energieverbrauch wegen der leichten und relativ langsamen Fahrzeuge. Ein Teil der Energie kann durch Fotovoltaik-Paneels über den Fahrbahnen erzeugt werden.
- Kein Landverbrauch
durch Überbauung der vorhandenen Schnellstrassen und Stadtautobahnen, sowie Geh- und Radwegen.
- Besserer Verkehrsfluss der herkömmlichen Fahrzeuge
durch ausschließliche Nutzung der Fahrbahn unter den Hochtrassen durch PKW´s.
- Nutzung durch alle Bevölkerungsteile
durch Verwendung der Fahrzeuge als Mietautos und Taxen, zusätzlich oder anstelle des Kaufes der Autos.
- Innovationsschub
durch die Entwicklung an der viele Branchen beteiligt werden und den späteren Export des neuen Verkehrsystems.
- Bessere Nutzung von Parkplätzen
durch die geringen Fahrzeugabmessungen und kleinen Wenderadien. Die öffentlichen Parkplätze können verkleinert werden. Die Parkgaragen können mehr Fahrzeuge aufnehmen.
- Stressfreies Fahren
durch die automatische Beförderung auf den Hochbahnen und die bequeme Benützung der Züge.
- Einfacher Transport
durch die Heckrampe und dem Platz hinter den Vordersitzen für Rollstühle, Kinderwagen und Einkaufswagen
- Wirtschaftliche Produktion
durch einheitliche Fahrzeugabmessungen und einheitliche Technik, sowie durch geringeren Ressourcen-Verbrauch bei der Herstellung.
Das System besteht aus neuen Komponenten (z.B. die Heckrampe) und bereits bekannten Entwicklungen. Erkenntnisse der Transrapid-Hochbahntrassen können wahrscheinlich verwertet werden. Die Entwicklungskosten können durch Verwendung bekannter Komponenten niedrig gehalten werden. Frederic Vester hat zu diesem Verkehrskonzept bereits Ideen entwickelt, vgl. Spiegelartikel von 1991.
Der einzige erkennbare Nachteil (wenn man ihn so nennen will) ist die zum Teil noch fehlende Akzeptanz von kleinen und leichten Fahrzeugen bei vielen Autofahrerinnen und -fahrern. Hier ist sicher noch viel Überzeugungsarbeit notwendig. Die widernatürliche Verschwendung von Ressourcen wird am folgenden Beispiel deutlich. Für den Transport einer Person wird mehr als das zehnfache des Körpergewichtes als tote Masse bewegt. Die herkömmlichen PKW′s werden bei einer Verwirklichung von MASIN hoffentlich als Fehlentwicklung erkannt und nach einigen Jahren als Statussymbol ausdient haben.
Zur Verwirklichung sind der politische Wille und eine Anschubfinanzierung der Entwicklungskosten notwendig. Diese Steuergelder sind durch den Gewinn an Umweltqualität und den volkswirtschaftlichen Erfolg mit Sicherheit gut investiert. Bei genauer Betrachtung wird das enorme wirtschaftliche und umweltschonende (CO²-Einsparung) erkennbar.
Um Anregungen, Kritik und Vorschläge zur Weiterentwicklung des MASIN wird gebeten.
Burkhard Reineking